Schon gewusst? In Island kann man an verschiedenen Plätzen tauchen oder schnorcheln. Weitere Informationen und spannende Videos und Bilder in diesem Reisebericht.

Vor kurzer Zeit hatte ich das große Glück, an meiner ersten Schnorchel-Tour in Island teilzunehmen. Bislang habe ich mich derartigem Vergnügen immer nur in deutlich südlicheren Gefilden hingegeben. Bei den Spanienurlauben meiner Jugend war die Schnorchel-Ausrüstung eigentlich obligatorisch. Wie man meinem kleinen Video oben entnehmen kann, ist ein Ausflug ins relativ kalte Nass auch hier mehr als lohnenswert, egal ob man sich nun fürs Tauchen oder Schnorcheln (oder für beides) interessiert.

Auftrieb im Neoprenanzug beim Schnorcheln in Island

Schnorcheln in Island

Für unerfahrene (Unter-)Wasserratten wie mich, bietet eine Schnorcheltour den besten Einstieg in die Unterwasserwelten von Island. Der beste Ort dafür liegt nur ca. 35 Minuten Autofahrt von Reykjavik entfernt und befindet sich direkt im Nationalpark Thingvellir (Þingvellir), welcher als Unesco Weltnaturerbe ausgewiesen ist. Für Island hat dieser Ort gleich zweierlei Bedeutung: zum einen haben die Isländer bereits im Jahre 930 hier eines der ältesten Parlamente der Weltgeschichte gegründet (neben den Griechen natürlich), zum anderen ist hier mit am Deutlichsten die Kontinentaldrift der amerikanischen und eurasischen Platten zu beobachten. Island bricht hier buchstäblich auseinander. Beide Platten bewegen sich jedes Jahr ca. 2cm auseinander. Ich komme  seit 2007 übrigens regelmäßig hier her, konnte aber noch keinen wesentlichen Unterschied feststellen. ;-)

Team Guide to Iceland geht auf Schnorcheltour in Silfra

Für Taucher wie auch Schnorchler ist dieser Ort daher interessant, weil einige der durch die Kontinentaldrift entstanden Erdspalten mit einem sehr klaren Wasser gefüllt sind. Die bekannteste und zum Tauchen frei gegebene Spalte Silfra bietet mit einer Tiefe von bis zu 40 Metern und einer Verbindung zum angrenzenden See Thingvallavatn (Þingvallavatn) ein wohl einmaliges Taucherlebnis. Das besondere ist, dass die Silfra-Spalte (wie auch alle anderen) permanent von klarem Gletscherwasser gespeist wird. Dieses sucht sich in über 20 Jahren seinen Weg vom nahe gelegenen Gletscher Langjökull durch verschiedenste Lava- und Gesteinsschichten. In der Silfra spalte kommt das über Jahrzente lang gefilterte Wasser dann erstmalig wieder zum Vorschein und beschert dem Tauchenden (oder Schnorchelnden) eine extrem klare Unterwassersicht von bis zu 100 Metern. Aus diesem Grund zählt Silfra bei Profitauchern auch als eine der Top Tauchdestinationen der Welt.    

Solltest du dich jetzt für einen Sprung ins kalte Nass interessieren, dann lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die verschiedenen Schnorcheltouren in Island auf unserer englischen Webseite, die meisten davon in Silfra.

Schnorcheln in Silfra mit meinen Kollegen

Wir hatten uns für eine sogenannte „Wetsuit-Schnorcheltour“ (Tourbeschreibung auf deutsch) entschieden, bei welcher man einen in einem Ganzkörper-Neoprenanzug in die kühlen Fluten steigt. Anders als beim „Drysuit“ ist man hier nicht komplett vom kühlen Nass isoliert, hat auf der anderen Seite aber deutlich mehr Bewegungsfreiheit und kann auch mal ein paar Meter abtauchen, wenn man will. Unser Guide hatte den Dreh mit dem Abtauchen natürlich schon raus, wie man auf obigem Video sehen kann. Mir ist es nicht so gut gelungen. Ich bin mir nicht sicher ob es am Auftrieb des Neoprenanzugs liegt, oder ob ich mal wieder eine Diät versuchen sollte. ;-)

Abtauchen in Island - weite Unterwassersicht garantiert

 

Auf jeden Fall ist diese Tour mein bisheriges Jahreshighlight hier in Island (ich hoffe, das ein oder andere schließt sich noch an). Die Farben und die Unterwasserlandschaft sind einfach unbeschreiblich. Das kleine Video von mir oben kommt komplett ohne Farbkorrekturen aus (mal außer den Anfang). Was man hier sieht, kommt genauso aus der Kamera. Wie man sehen kann, hat an dem Tag nicht einmal die Sonne geschienen. Ich habe zwar keine Ahnung vom Tauchen, denke aber dass dieser Ort zu Recht als Top Tauchdestination ausgewiesen wird.  

Nach der Schnorcheltour: etwas kalt - aber glücklich!

Tauchen in Island

Ich habe mich ja gerade eben schon als Unwissender in Sachen Tauchen geoutet, möchte aber trotzdem hier den einen oder anderen Tipp geben, welche Tauchtouren es gibt und was man dort vor seiner Taucherbrille so alles zu sehen bekommt.

Wie oben schon angedeutet, kann man in der Silfra-Spalte natürlich auch richtig tauchen gehen. Voraussetzung für alle Touren ist natürlich, man ist bereits ausgebildet und besitzt eine Tauchlizenz (Es wird in der Regel nach PADI gefragt hier in Island). Entsprechende Tauchtouren inkl. Tauchequipment kann man auf dem englischsprachigen Teil unserer Webseite finden. Die Aussicht ist mindestens genauso spektakulär, und da die Silfra-Spalte an manchen Stellen bis zu 40 Meter tief sein soll, lohnt sich natürlich der Ausflug mit professionellem Equipment (im Vergleich zum Schnorcheln).

Silfra-Spalte in Thingvellir - bis zu 40 Meter tief.

Zwei weitere Highlights für Taucher findet man unweit von Reykjavik auf der Halbinsel Reykjanes. Hier kann man sich entscheiden, ob man direkt im Nordatlantik auf Tauchfahrt geht oder ob man sich doch lieber auf ein Stelldichein bei den heißen Unterwasserquellen im See Kleivarvatn begibt. Letztere wurden erst vor kurzem entdeckt und bieten ein, ebenso wie tauchen in Silfra. Man kann hier direkt in die Kaldera der heißen Quelle tauchen und das aufsteigende Wasser soll einem das Gefühl geben, dass man während eines kleinen Erdbebens taucht.

Tauchen im Nordatlantik vor der Küste Islands

Egal, ob man sich nun für Tauchen oder Schnorcheln interessiert, in Island gibt es verschiedene spektakuläre und einmalige Möglichkeiten, in die Unterwasserwelten einzutauchen.

Tauchenin Island zu den heißen Quellen des Kleivarvatns

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