Island bietet die weltweit einzigartige Möglichkeit, in das Innere eines Vulkans zu reisen. Mehr über den unaussprechlichen Island-Vulkan Þríhnjúkagígur erfahrt Ihr in meinem persönlichen Reisebericht

Wie fängt man an, etwas Unbeschreibliches zu beschreiben? Ich möchte nichts vorwegnehmen und versuche nicht zu sehr zu übertreiben (wahrscheinlich tue ich es doch), aber die Inside the Volcano Tour war einer der beeindruckensten Ausflüge, an welchem ich bislang teilnehmen konnte.

Ca. 30 Minuten Autofahrt von Reykjavík entfernt, folgend der Ringstraße Richtung Südküste, befinden sich die sogenannten Bláfjöll [sprich: Blaufjötl], oder auf Deutsch „blaue Berge“ die bei Isländern beliebt für Ihre Wintersportmöglichkeiten sind.

Der Dreigipfelkrater

In diesem Gebiet befindet sich auch der Vulkankrater Þríhnjúkagígur [sprich: Thrihnjukagigür]. Ich liebe die Banalität isländischer Namensbezeichnungen, denn übersetzt heißt dieser Zungenbrecher nichts anderes als „Dreigipfelkrater“. Viele der teilweise unaussprechbaren Orte haben am Ende eine recht simple Bedeutung. Sicher erinnern sich die Meisten noch an die Vulkaneruption des Eyjafjallajökull [sprich: Eyjafjatlajökütl], die 2010 fast dem gesamten Luftverkehr über Europa zum erliegen gebracht hat – Eyjafjallajökull bedeuted nichts anderes als „Inselberggletscher“. Der simple Grund für diesen Namen ist, dass der Vulkan sich zunächst einmal unter einem Gletscher befindet. Des Weiteren hat man einen wunderbaren Blick auf genau diesen, wenn man sich auf der Hauptinsel der Westmännerinseln befindet und zurück auf das „Festland“ schaut. Also der Gletscher auf einem Berg, den man von der Insel aus sehen kann.

Zurück zum Thema: Mit anderen Worten geht es hier um einen Krater, dreier zusammengehöriger Gipfel. Wikipedia schreibt hierzu: „Er gehört zu der Gruppe der Þríhnúkagígar [-ar am Ende Kennzeichnet die Mehrzahl], von denen zwei Krater sind und dritter ein [sogenannter] Hyaloklastitkegel - und zwar ist er der nordöstlichste der Krater sowie (vermutlich) der einzige Krater weltweit, der zu einem aktiven Vulkansystem gehört und dessen Dyke begehbar ist. Es handelt sich hierbei nicht um die Magmakammer selbst, sondern um eine Höhle, die durch den Ausbruchskanal unterhalb des Hauptkraters gebildet wurde.“ Mit anderen Worten, dass gibt es nur hier und sonst nirgendwo anders auf der Welt (bislang). Insbesondere die Ausmaße der Höhle finde ich spektakulär. Mit einer Höhe (oder muss man sagen Tiefe?) von 120 Metern, würde Reykjavíks Wahrzeichen Nummer eins, die Hallgrímskirche mit einer Turmhöhe von 74,5 Metern locker herein passen.

120 Meter geht es herab in die Tiefe

Infos zur Tour

Der Tourveranstalter bietet einen Hotel-Pickup und Shuttleservice von Reykjavík aus an, so dass man unterwegs bereits die Umgebung genießen kann, sobald man die Stadt verlassen hat. Ist man am Ziel angekommen, heißt es ca. 3 km oder 40-50 Minuten auf flacher Ebene und einem angelegten Pfad zum Vulkankegel wandern. Obwohl der Weg relativ eben ist, sollte man ein wenig Ausdauer für die Tour, sowie anständige Wanderbekleidung mitbringen (man muss den Weg auch wieder zurücklaufen). Man hat aber permanent einen Guide an seiner Seite. Auch der Tourveranstalter empfiehlt ein festes Schuhwerk sowie warme Wanderbekleidung, da es relativ kalt (5-6°C) und rutschig in der Höhle sein wird. Entsprechend gibt es vor dem Abstieg noch eine Sicherheitsunterweisung, sowie Helm inkl. Lampe und ein Bergsteiger-Harness für die sichere Abfahrt.

Sicherheitsausrüstung wird gestellt

Die Abfahrt in die Höhle wird mit einem Korb durchgeführt, da die Krateröffnung relativ eng ist. 5-6 Personen passen hier rein. Mich hat es an diese Körbe erinnert, die man aus amerikanischen Filmen kennt, mit denen eine Reinigungsfachkraft von außen die Scheiben eines Hochhauses putzt (oder Bruce Willis diesen als Alternativen Abstieg in einer Verfolgungsjagt benutzt, indem er die Seile kappt). Nach ca. 5-7 Minuten kommt man unten an und kann sich relativ frei bewegen. Gefährliche Bereiche sind eindeutig gekennzeichnet, bzw. abgesteckt, und man wird gebeten sich dort nicht aufzuhalten. Nun gilt es die (wie ich fand) überaus schwere Entscheidung zu treffen, diesen einmaligen Anblick einfach zu genießen solange man kann, oder man packt die Kamera aus und kommt dann aber aus dem Fotografieren und Videodrehen nicht mehr heraus (war zumindest bei mir so). Wie immer ist die Zeit bei solchen speziellen Ausflügen viel zu kurz, und schon bald heißt es, den Rückweg zurück ans Tageslicht anzutreten. Ich finde die Fahrt im Korb allerdings genau so spektakulär, wie die eigentliche Zeit unten in der Höhle. Insgesamt war es lang genug, um einiges schöne Foto- und Videoaufnahmen zu produzieren, wie Ihr hier sehen könnt.

Aussteigen nach 120 Metern Abfahrt im Lift

Natürlich, und leider zum Nachteil des preisbewussten Urlaubers, schlägt sich diese Einmaligkeit auch im Preis nieder, so dass dieser Ausflug im Urlaubsbudget von vornherein mit einkalkuliert werden sollte. Die Entscheidung, so viel Geld für einen Trip auszugeben, muss am Ende jeder für sich selbst treffen. Für mich ist es, wie bereits gesagt, eines der Top-Ausflugshighlights, welche man im Sommer in Island (für Geld) erleben kann.

Im Vulkan heißt es staunen und genießen

 

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